Die Kanne in der Hand
Eine Teekanne aus Rongchang kostet zwei- bis dreihundert Yuan. Sie sieht aus wie eine kleine Zhuni-Kanne aus Yixing, rotbraun, glatt, ohne Schmuck. Das Rot kommt von keiner Glasur. Es ist die Farbe des gebrannten Scherbens, „rot wie eine Dattel“, so nennt der alte Spruch der Töpfer in Anfu diesen Ton.
Die Erde dieser Kanne gleicht chemisch fast der von Yixing. Im Sammlermarkt heißt das feine Rongchang-Steinzeug deshalb oft schlicht Zisha, nach dem Ton aus Yixing. Die Textur grenzt an eine zweite Verwandtschaft, an den ungesandeten, geschlämmten Ton von Jianshui. Die Form ihrerseits bildet Yixing nach. Drei Herkünfte, und eigen bleibt der Kanne wenig.
1953 nannte das Leichtindustrieministerium in Peking auf einer Ausstellung des Kunsthandwerks vier Tone die vier großen Tone Chinas: den Zisha-Ton aus Yixing, den Zitao aus Jianshui, den Nixing-Ton aus Qinzhou, den Anfu-Ton aus Rongchang. Der erste ist überall bekannt. Der letzte kaum.
In Anfu sagt ein Spruch über den eigenen Ton vier Dinge: rot wie eine Dattel, dünn wie Papier, blank wie ein Spiegel, klingend wie ein Klangstein. In derselben Rangliste von 1953 stand Rongchang an zweiter Stelle, gleich hinter Yixing, in Verarbeitung und Umfang dem ersten ebenbürtig. Siebzig Jahre später fragt ein Teetrinker außerhalb Chongqings nach dieser Kanne, und ein anderer hat den Namen nie gehört.
Drei Fragen entscheiden über den Rang dieser Kanne. Was ihren Ton von den anderen drei Tonen trennt. Was ihren Schnitt von deren Schnitt trennt. Was sie mit dem Tee macht, der in ihr zieht, und welcher Tee in ihr besser zieht als anderswo.
Die letzte Frage trägt das Gewicht. Ein Gefäß rechtfertigt sich auf einem Teetisch nicht durch seine Herkunft, sondern durch das, was in der Schale ankommt. Gesichert ist wenig davon, vieles folgt aus der Beschaffenheit des Scherbens und gilt für jeden Ton dieser Art. Die rote Kanne aus Rongchang steht dabei an einer Stelle zwischen den beiden Verwandtschaften: dicht genug, um den Duft im Sud zu halten, fein genug, um die Zunge nicht zu kratzen, schneller gesättigt mit Teeöl als jede Kanne aus Yixing.
Wovon das kommt, steht im Ton.
Ciyaoli. Der Ort, der Porzellan hieß
Anfu hieß vor der Qing-Zeit Ciyaoli, das Viertel der Porzellanöfen. Im Boden des Orts liegen Tonfiguren aus der Han-Zeit, zweitausend Jahre alt. Das Museum von Anfu zeigt eine Gruppe von vier Grabfiguren, eine Familie, daneben eine Tonlampe aus derselben Zeit.
Drei Kilometer östlich, beim Dorf Yakou, liegt der Brennofen von Liujia-Gongqiao, ein Mitglied der Tushan-Ofengruppe aus der Song-Zeit. Dort entstanden schwarz glasierte Teeschalen, Tianmu genannt, dünnwandig, die Glasur von haarfeinen Adern durchzogen, der Fuß mit dunklem Schutzüberzug. Solche Schalen dienten dem Doucha, dem Teewettstreit der Song-Oberschicht, bei dem die weiße Schaumkrone auf schwarzem Grund am leichtesten zu lesen war.
Diese Schalen sind Steinzeug, der Vorläufer am selben Hang, nicht der rote und weiße Ton, der Rongchang später den Namen gab. Der Ofen am Hang brannte weiter. Aus der Song-Zeit stammt auch eine Kanne mit Schlickmalerei, heute in einer Sammlung in Chengdu, ein früher Vorfahr der zisha-artigen Rongchang-Ware. Ihr Körper aus rotem Ton, die Blüten an den Schultern aus weißem Schlicker getropft. Eine Gießkanne und ein Bildträger in einem.
Yuan und Ming hielten die Öfen, schlichter, meist Gebrauchsgut. Nach den Kriegen am Übergang von Ming zu Qing lag das Handwerk brach. Mit der großen Wanderung nach Sichuan kamen Siedler, unter ihnen Töpfer, die die Öfen wieder instand setzten. Unter Kangxi wuchsen die Brennöfen von kurzen Schachtöfen zu langen Drachenöfen, in der Blüte mehr als zwanzig Ofenplätze an einem Hang.
Von der schwarzen Teeschale der Song bis zur roten Teekanne von heute riss die Linie der Teegefäße in Anfu nicht ab. Berühmt wurde der Ort für anderes. Ein Spottvers reiht die Gasse aus Brennöfen und Schnapsbrennereien aneinander, eine Reihe Nijing-Krüge, der Gassenduft von Reisschnaps. Die bekannteste Ware aus Rongchang ist bis heute der Paocai-Topf, das Gefäß für eingelegtes Gemüse, und die Flasche, in der Schnaps verkauft wird. Ein Ofen, der für die Tafel der Song-Oberschicht Teeschalen brannte, steht im Gedächtnis des Landes als der Topf, in dem das Gemüse säuert.
Roter Ton und weißer Ton. Was die Erde ist
Unter dem Bergrücken bei Anfu zieht sich ein Band aus jurassischem Tonschiefer, fünfundzwanzig Kilometer lang, in zwei Farben, rot und weiß. Aus diesen beiden Tonen kommt alles, was Rongchang gebrannt hat, vom Schnapskrug bis zur Teekanne.
Der rote Ton trägt das eigentliche Rätsel. Seine Zusammensetzung liegt fast genau in der Spanne des Zisha-Tons aus Yixing. Analysen geben dem roten Rongchang-Ton um die zwei Drittel Siliciumdioxid, knapp ein Fünftel Tonerde, einen hohen Anteil Eisenoxid. Die Werte des Yixing-Tons umschließen diese Zahlen. Über tausend Kilometer trennen die beiden Lagerstätten. Die Zusammensetzung trennt sie kaum.
Verarbeitet wird dieser Ton nicht wie in Yixing. In Yixing kommt der Rohstoff als steinhartes Mineral aus dem Berg, gemahlen, mit sandigem Korn, grob gesiebt. Der Rongchang-Ton wird geschlämmt, durch Wasser gereinigt, bis kein Sandkorn bleibt, fett und glatt wie Schmalz. Darin gleicht er dem Ton von Jianshui, der ebenso ohne Sand bis zur Salbendichte gewaschen wird. So steht der rote Scherben an zwei Stellen zugleich, in der Zusammensetzung bei Yixing, in der Korngröße bei Jianshui.
Rongchang trennt zwei Warenarten. Die eine heißt Nijing, Tonessenz, der feine Ton ohne Glasur gebrannt, in der Dattelröte des nackten Scherbens. Die andere trägt Glasur, Youzi-Ware genannt. Die rote Teekanne für zweihundert Yuan gehört zur ersten Art, nackt gebrannt, ungeglasiert. Ihr Rot ist der Ton selbst.
Die berühmteste Glasur von Rongchang ist das Zhusha-Rot, ein Kirschrot aus Zinnober, schwer zu brennen, in einem Ofen voll Hundert nur an wenigen Stücken gelungen. 1976 brannte die Werkstatt von Anfu ein Paar großer Vasen in diesem Rot für die Gedächtnishalle in Peking. Eine Glasur verschließt die Poren. Die berühmteste Farbe von Rongchang dient nicht dem Tee.
Der Nijing-Scherben sintert bei mittlerer Hitze, zwischen elfhundert und zwölfhundert Grad, halb zu Porzellan. Angeschlagen klingt er wie ein Klangstein. Dicht wie Jianshui, in der Erde fast Yixing. Eine dritte, eigene Tonnatur hat Rongchang nicht. Der rote Scherben ist der Schnittpunkt der beiden anderen.
Drei Schnitte. Yixing, Jianshui, Rongchang
An keiner Stelle trennen sich die drei Tone schärfer als am Messer. Alle drei ritzen, schneiden, schnitzen. Was nach dem Schnitt mit der Farbe geschieht, trennt sie.
In Yixing bleibt der Schnitt leer. Der Töpfer ritzt Schrift oder Bild in den lederharten Scherben, ein Strich, kein Füllen, oft nur eine Inschrift am sonst nackten Körper. Die Farbe gehört dem Ton, nicht dem Schnitt. Was der Schnitt trägt, ist der Geschmack von Siegel und Stele, der Klang des Gravierten. Die Form trägt das Stück, nicht der Schmuck.
In Jianshui wird der Schnitt gefüllt. Der Töpfer ritzt das Bild ein und legt andersfarbigen Ton in die Furche, hell in dunkel, dunkel in hell. Aus dem Füllen kommt die nasse, malerische Linie, der Eindruck von Tusche auf Papier, oft die Anmutung eines zerrissenen alten Schriftblatts. Yixing schneidet und lässt leer, Jianshui schneidet und füllt.
Rongchang schneidet durch eine Haut. Über den roten Scherben streicht der Töpfer eine Schicht hellen Schlicker, Engobe, und schneidet dann durch sie hindurch, bis der rote Grund Linie um Linie wieder hervortritt. Tihua heißt das, das Schlitzen durch die Engobe. Daneben steht eine zweite Linie, das Licai, das Tröpfeln des Schlickers, bei dem die Blüte mit flüssigem weißem Ton erhaben auf die Wand gesetzt wird, so wie an der Schulter jener Song-Kanne aus Chengdu. Diese beiden Techniken gehören Rongchang allein, weder das leere Schneiden von Yixing noch das Füllen von Jianshui.
An der Form borgt Rongchang. In Yixing baut der Töpfer die Kanne aus geschlagenen Tonplatten, Wand an Wand gefügt, Dashentong genannt. Aus diesem Plattenbau kommt die Fülle der Yixing-Formen, runde, eckige, gerippte Körper zu Tausenden, innen die Spur von Daumen und Bambusspan. Jianshui und Rongchang drehen die Kanne auf der Scheibe. Aus der Scheibe kommt der runde Körper, innen die Ringspur des Drehens. Eine eckige oder gerippte Form muss die Scheibe erst nachbilden, was der Plattenbau von selbst hergibt. Die kantigen Kannenformen von Yixing erscheinen in Rongchang als Nachbildung.
Drei Schnitte, drei Tone, jeder hält einen. Yixing das leere Schneiden, Jianshui das Füllen, Rongchang das Schlitzen durch die Engobe und das Tröpfeln des Schlickers. Die Form von Rongchang ist geliehen. Das Messer gehört ihm selbst.
Was die Kanne mit dem Tee macht
Was in der Schale ankommt, entscheidet über die Kanne. Drei Eigenschaften des Scherbens verändern den Tee: wie offen seine Poren stehen, wie er die Wärme hält, wie dick seine Wand ist.
Der sandige Scherben von Yixing hat die offensten Poren unter den vier Tonen. Er nimmt auf, was durch ihn zieht, Geruch und Geschmack, und gibt mit der Zeit etwas davon zurück. Der dichte, sandlose Scherben von Jianshui nimmt wenig auf, der Duft bleibt im Sud. Der halbverglaste Nijing-Scherben von Rongchang steht näher bei Jianshui, dicht, wenig saugend, doch feinporiger als beide.
Derselbe Tee, drei Kannen. Aus der Yixing-Kanne kommt er voller und runder. Der sandige Scherben saugt die scharfen Kanten, das Bittere und das Adstringierende, ins eigene Gefüge und gibt dafür Dichte. Der hohe Duft sinkt in die Wand. Was bleibt, ist ein warmer, runder Sud.
Aus der Jianshui-Kanne kommt derselbe Tee heller. Der dichte Scherben saugt nichts, der hohe Duft steht über dem Sud, die Schichten bleiben getrennt und klar, die Kante bleibt scharf. Die Jianshui-Kanne schreibt den Tee kaum um, sie reicht ihn weiter, wie er kam.
Aus der Rongchang-Kanne kommt er in der Mitte zwischen beiden, näher dem Süßen. Der Duft bleibt, anders als bei Yixing, weitgehend im Sud. Der Sud fällt weicher und süßer aus als bei Jianshui. Naheliegend trägt das Eisen des roten Tons dazu bei, das die warme Süße gärungsreifer Tees hebt. Die Kante wird etwas genommen, nicht gestumpft.
Gesichert ist von diesen drei Bildern wenig. Sie folgen aus der Beschaffenheit der Scherben, aus Porung, Wärme, Wandstärke, und gelten der Richtung nach. Eine strenge Verkostung, die dieselbe Charge durch drei Kannen schickt und blind bewertet, fehlt für Rongchang weitgehend.
Zwei Eigenschaften der Rongchang-Kanne sind handfester. Sie reift schnell. Ein Meister aus Anfu gab einem Töpfer in Yixing Nijing-Ton für eine Kanne; der berichtete, eine Yixing-Kanne brauche ein bis zwei Jahre, bis sie lebe, die Nijing-Kanne drei Monate. Und sie hält den Tee. Bei siebenunddreißig Grad im Hochsommer stand ein Aufguss in einer Rongchang-Kanne sieben Tage, ohne umzuschlagen. Beides kommt vom feinen, gleichmäßigen Porengefüge, das das Teeöl rasch und gleichmäßig aufnimmt.
Nicht jeden Tee bessert diese Kanne. Einen hohen, klaren Sheng-Pu'er hält Jianshui besser, dessen Dichte den Duft schärfer fasst. Einen alten, reifen Pu'er rundet Yixing besser, dessen offene Poren die Lagernote schlucken. Einen zarten grünen Tee verbrüht die dicke Wand, in Rongchang wie in Yixing. Was bleibt, ist die Mitte. Rongchang schreibt den Tee nicht um. Es legt einem warmen, gärungsreifen Tee eine Spur Süße bei.
Chuanhong. Die Kanne und ihr Tee
Der Tee, der zu dieser Kanne gehört, wächst im selben Wasser. Chuanhong, der Gongfu-Schwarztee aus dem Südosten Sichuans, kommt aus den Hügeln um Yibin, Fuling, Zigong und Chongqing, aus demselben Becken, an dessen Rand Rongchang liegt.
Chuanhong ist ein voll vergorener Tee. Sein Duft trägt Zitrus und Zucker, manche schmecken darin gebratene Süßkartoffel, eine warme, honigsüße Note. Der Sud läuft mild und süß, das Blatt früh gepflückt, vierzig Tage vor den Tees weiter westlich. In den fünfziger Jahren folgte Chuanhong noch der alten Art des Tributtees, von Hand gerollt, über Holzkohle getrocknet.
Die Rongchang-Kanne tut diesem Tee, was sie kann. Den hohen, süßen Duft saugt sie nicht weg, wie es die Yixing-Kanne täte; er bleibt im Sud. Die warme Süße hebt das Eisen des Tons, statt sie kühl zu fassen, wie es die Kanne aus Jianshui täte. Einem Tee, der schon warm und süß ist, legt sie eine Spur Süße bei.
Jeder der vier Tone hält einen Tee aus seiner Nähe. Yixing den dunklen, gereiften Tee. Jianshui den Pu'er aus Yunnan, mit dem es dieselbe Erde teilt. Nixing den Liubao aus Guangxi, vom selben Fluss. Rongchang den Chuanhong aus demselben Becken. Die Kanne und der Tee aus einem Wasser.
Rongchang hat seinen Tee gefunden, den Schwarztee, und am genauesten den Chuanhong vom eigenen Hang.
Die Deckelschale
Die rote Kanne steht wieder in der Hand, zwei- bis dreihundert Yuan, glatt, dattelrot. Jetzt steht fest, was sie ist.
Der Unterschied dieser Kanne, bis zum Grund verfolgt, löst sich in Geliehenes auf. Die Erde kommt aus Yixing. Die Feinheit aus Jianshui. Die Form aus Yixing. Eigen bleiben zwei Schnitte, das Schlitzen durch die Engobe und das Tröpfeln des Schlickers, und an der Kanne zwei Dinge, die rasche Reife und die Spur Süße.
In den Listen steht Rongchang seit 1953 an zweiter Stelle, gleich hinter Yixing. Auf den Teetischen seiner eigenen Gegend steht es kaum.
Chongqing und Sichuan trinken aus der Deckelschale, dem Gaiwan. In den Teehäusern von Ciqikou steht die weiße Porzellanschale mit Deckel und Untertasse, nicht die rote Kanne aus dem Nachbarkreis. Tee trinkt diese Gegend lange. 《华阳国志》, die älteste Lokalchronik Chinas, zählt unter den Gaben des Landes Ba den Tee, und in den Gärten 「香茗」, den duftenden Tee. Die Ba kochten ihn im Tonkrug.
Vom Tonkrug der Ba über die schwarze Doucha-Schale der Song bis zur weißen Deckelschale von heute trinkt diese Gegend ihren Tee aus offenen Gefäßen. Die kleine rote Kanne, in der Erde fast Zisha, schneller gereift als jede aus Yixing, steht daneben, in der Kammer, wenig benutzt.
Glossar
sì dà míng táo 四大名陶 — die vier großen Tone Chinas, 1953 vom Leichtindustrieministerium benannt: der Zisha-Ton aus Yixing, der Zitao aus Jianshui, der Nixing-Ton aus Qinzhou, der Anfu-Ton aus Rongchang.
Zisha 紫砂 — der „purpurne Sand“, der sandhaltige Ton aus Yixing in Jiangsu, der bekannteste der vier Tone.
Zitao 紫陶 — der „purpurne Ton“ aus Jianshui in Yunnan, sandlos, geschlämmt, meist ungeglasiert poliert.
Nixing 坭兴 — der Ton aus Qinzhou in Guangxi, ungeglasiert, für seine Brennverfärbung bekannt.
Rongchang 荣昌 — Landkreis, heute Stadtbezirk im Westen Chongqings, an der Grenze zu Sichuan.
Anfu 安富 — die Töpferstadt in Rongchang, Hauptort des Tons; nach ihr heißt der Ton auch Antao 安陶.
Ciyaoli 磁窑里 — der Name Anfus vor der Qing-Zeit, „Viertel der Porzellanöfen“.
Nijing 泥精 — „Tonessenz“, der feine, ungeglasiert gebrannte rote Scherben, die teetaugliche Ware Rongchangs.
Youzi 釉子货 — die glasierte Ware Rongchangs, im Unterschied zur Nijing-Ware.
Zhusha 朱砂 — das Zinnoberrot, die berühmteste Glasur Rongchangs, ein schwer zu brennendes Kirschrot.
huazhuangtu 化妆土 — die Engobe, der helle Schlickerüberzug über dem roten Scherben.
Tihua 剔花 — das Schlitzen durch die Engobe bis auf den Grund (Sgraffito), Rongchangs Schnitttechnik.
Licai 沥彩 — das Auftropfen flüssigen Schlickers als erhabenes Muster.
Dashentong 打身筒 — der Plattenbau, Yixings Formtechnik aus geschlagenen Tonplatten.
Doucha 斗茶 — der Teewettstreit der Song-Zeit, bei dem die weiße Schaumkrone bewertet wurde.
Tianmu 天目 — die schwarz glasierte Teeschale der Song-Zeit (jap. Tenmoku).
Tushan 涂山 — die Tushan-Ofengruppe Chongqings, zu der der Song-Ofen von Liujia-Gongqiao 刘家拱桥 bei Anfu gehört.
Chuanhong 川红 — der Gongfu-Schwarztee aus dem Südosten Sichuans und Chongqing.
Pu'er 普洱 — der Tee aus Yunnan, roh (sheng) oder nachgereift (shu).
Liubao 六堡 — der dunkle Tee aus Wuzhou in Guangxi, Partner des Nixing-Tons.
Gaiwan 盖碗 — die Deckelschale aus Schale, Deckel und Untertasse, das Teegefäß Sichuans und Chongqings.
Ciqikou 磁器口 — die Altstadt in Chongqing, bekannt für ihre Gaiwan-Teehäuser.
Huayang Guo Zhi 华阳国志 — „Chronik der Länder südlich des Hua-Bergs“, die älteste erhaltene Lokalchronik Chinas, von Chang Qu im 4. Jahrhundert verfasst.
xiangming 香茗 — „duftender Tee“, edler Tee; im 《华阳国志》 unter den Gärten des Landes Ba genannt.
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