Chalu (Zhang Yuan) — ein Bericht des losen Aufgusses, 1595

I. Eine Insel im Taihu-See. Südwestlich von Sūzhōu 蘇州 liegt der Taihu 太湖. Im See liegt eine Insel, die größte. Sie heißt Dòngtíng Xīshān 洞庭西山. Auf alten Karten steht ihr älterer Name, Bāoshān 包山. Auf dieser Insel lebte ein Mann namens Zhāng Yuán 張源, mit dem Künstlernamen Qiáohǎi Shānrén 樵海山人, der Mann am Holzfäller-Meer. Er … Weiterlesen

Chapu — ein Handbuch des losen Tees, 1440

《茶譜》— ein Handbuch des losen Tees, 1440 Im neunten Monat des Jahres 1391, im vierundzwanzigsten Jahr der Hongwu-Ära der frühen Ming, ging ein kaiserlicher Erlass an die Teebauern der Tributgebiete. Die zwei wichtigsten Anbaugebiete waren damals 建寧 Jiànníng im heutigen Fujian und 陽羨 Yángxiàn im heutigen Jiangsu. Beide hatten seit der Song-Zeit gepresste Teeziegel nach … Weiterlesen

Daguan Chalun — der kaiserliche Traktat, 1107

Im ersten Jahr der Ära Daguan, 1107, verfasste der achte Kaiser der Nördlichen Song-Dynastie eine Abhandlung über den Tee. Sie umfasste zwanzig Kapitel und etwa zweitausendachthundert Schriftzeichen. Der Verfasser hieß Zhao Ji 趙佶, regierte unter dem Tempelnamen Huizong 徽宗 und wurde später, neunzehn Jahre nach Niederschrift dieses Textes, von den Jurchen in den Norden verschleppt. … Weiterlesen

Chalu — ein Bericht über Tee, 1051

I. Eine kleine Schrift, 1051 Im Frühjahr des Jahres 1051 reichte ein nordsung-zeitlicher Beamter namens Cai Xiang am Hof in Kaifeng eine Denkschrift ein. Achthundert Schriftzeichen. Sie trug den Titel Chalu 茶錄 — ein Bericht über Tee. Zwei Teile, neunzehn Abschnitte. Im oberen Teil zehn Kapitel über den Tee selbst: Farbe, Duft, Geschmack, Lagerung, Rösten, … Weiterlesen

Sadō. Stein, Moos, Zeit.

I. 苔 — Moos Stein. Darauf Moos. Nicht ein Sommer alt, nicht zwei. Aus einem Jahr, das niemand mehr nennt. Der Tee in Japan wächst, wie das Moos wächst. Auf Stein. Im Schatten. Über Zeit. Drei Namen trägt dieselbe Sache. Sadō 茶道, der Weg des Tees. Chadō 茶道, dasselbe in einer anderen Lesung. Chanoyu 茶の湯, … Weiterlesen

Chagukao

茶古考 Untersuchungen zu den ältesten Belegen des Teetrinkens in China I — Eine Pflanze, die nur an einer Stelle wuchs Die Gattung Camellia gehört zur Familie der Theaceae. Die Zahl ihrer Arten bleibt unter Taxonomen umstritten und wird je nach Bearbeitung mit etwa zweihundert bis dreihundert angegeben. Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom östlichen Himalaya … Weiterlesen

Das Wort „Tee“ in den Sprachen der Welt

Das Wort, das wir „Tee“ nennen, reist um die Welt in drei Familien. Die einen Sprachen sagen cha, die anderen te, einige bewahren eigene Wurzeln. Die Linie zwischen ihnen ist keine Linie der Landschaft, sondern der Handelsroute: cha folgt den Karawanen über die Seidenstraße, te folgt den Schiffen der Niederländischen Ostindien-Kompanie aus den Häfen Fujians. … Weiterlesen

Eine Gabe ohne Feinde

I. Die Liste In der späten Qing- und in der Republikzeit brachte ein Besucher, der zum Neujahr eine Familie aufsuchte, ein Bündel aus drei Dingen mit: Gebäck, Wein, Tee. Drei Päckchen, in rotes Papier geschlagen, mit einer Schnur zusammengebunden. Der Tee lag in einer Blechdose oder in einem mit Wachspapier ausgelegten Beutel. Erklärt wurde das … Weiterlesen

Matcha erkennen und richtig zubereiten

Hellgrünes Matcha-Pulver in einer japanischen Teeschale aus dunkler Keramik, bereit zum Aufschlagen mit dem Bambusbesen – echter Ceremonial-Grade Matcha aus Japan

Der ehrliche Leitfaden — was im Hype meistens fehlt Vier Euro für einen Matcha Latte. Vierzehn Euro für eine Dose Pulver beim Asia-Markt. Neunundachtzig Euro für eine Dose der gleichen Größe beim Teehändler in Berlin-Mitte. Alle drei nennen sich Matcha. Einer davon ist es wirklich. I.  Drei Dosen, drei Preise Miran stand vor dem Regal und … Weiterlesen