Marokkanischer Minztee

Eine ältere marokkanische Frau verkauft Minztee am Straßenrand

Marokkanischer Minztee — auf Arabisch atay, in der internationalen Literatur auch Maghrebi mint tea — verbindet drei Dinge: chinesischen Grüntee, frische Nanah-Minze und Zucker. Mehr nicht, und doch wenig sonst, was sich vergleichen ließe. Der Tee kam im 19. Jahrhundert über britische Händler nach Marokko und wuchs dort innerhalb von zwei Generationen vom Hofgetränk zum … Weiterlesen

Der Pu-erh Tee

Alte Cha Tou Teeknollen auf einer Holztischfläche, dahinter eine beschriftete Kokosnussschale mit dem Schriftzug „普洱" – Symbolbild für gereiften Pu-Erh Tee aus Yunnan

Vom Edikt des Yōngzhèng bis zur Sandbank am Lánchāng I. 1729 — Eine Präfektur ohne Teegärten Im Herbst des Jahres 1729 unterzeichnete der Generalgouverneur von Yúnnán-Guìzhōu, È'ěrtài (鄂爾泰), das Memorial, mit dem die Präfektur Pǔ'ěr (普洱府) eingerichtet wurde. Sitz wurde Níng'ěr (寧洱), eine Stadt in den südlichen Bergen, die selbst keinen Tee anbaute. An ihrer … Weiterlesen

Gebrochener Rottee

Klarer rubinroter Aufguss von gebrochenem Rottee in einem Whiskyglas, daneben eine Holzschale mit fein gebrochenen Teeblättern vor hellem Fenster mit Grünpflanze – chinesischer Schwarztee in moderner Präsentation

Hamburg, ein Morgen im Mai Im fünften Stock eines Hauses am Rand der Speicherstadt, an einem Morgen im Mai 2026, stand auf dem Küchentisch eine weiße Porzellantasse. Daneben lag ein Teebeutel im Papierumschlag. Auf dem Umschlag stand: Black Tea, Kenya, BOP1. Aus dem Wasserkocher auf dem Herd stieg Dampf in einer geraden Linie zur Decke. … Weiterlesen

Gongfu-Rottee

Wuyi, Herbst 1786 Im Herbst des Jahres 1786 — im chinesischen Kalender das bǐngwǔ-Jahr der Qianlong-Ära — reiste der Dichter Yuan Mei (袁枚, 1716–1798) in das Wuyi-Gebirge im Norden Fujians. Yuan Mei war damals siebzig Jahre alt, schon lange aus dem Beamtendienst zurückgetreten, in seinem Garten Suiyuan bei Nanjing wohnhaft, und hatte einen Ruf als … Weiterlesen

Souchong-Rottee

Eine Wörterbucheintragung von 1761 Im Annual Register des Jahres 1760, einem englischen Jahrbuch, das ein Jahr später in London erschien, stand zum ersten Mal das Wort Souchong gedruckt. Das Oxford English Dictionary verzeichnet diese Stelle bis heute als die früheste belegte englische Verwendung des Worts. Wer ein Wort in einem englischen Jahrbuch gedruckt sieht, weiß: … Weiterlesen

Taiwan Blaugrüner Tee

台灣 – 島上的合流 Taiwan – Instrom I. New York, 1869 Im April 1869 lief im Hafen von New York ein Klipper­schiff aus Tamsui ein. Seine Ladung bestand aus rund 1300 Pikul Tee, etwa achtzig Tonnen. Das Etikett, das die Kisten trugen, lautete Formosa Oolong. Es war die erste direkte Tee­lieferung von Taiwan nach Nordamerika unter … Weiterlesen

Guangdong Blaugrüner Tee

廣東 – 一棵樹 Guangdong – ein Baum I. Phönix­berg Östlich von Mǐnnán, jenseits der Provinz­grenze von Fujian nach Guangdong, in den Kreisen Cháo'ān (潮安), Ráopíng (饶平) und Jiēyáng (揭阳), erhebt sich ein Gebirgs­zug, dessen höchster Gipfel Phönix-Vogelhaube heißt — Fènghuáng Niǎojì (凤凰鸟髻), 1497 Meter. Das Gebirge selbst trägt denselben Vogelnamen: Fènghuáng Shān (凤凰山), Phönixberg. Die … Weiterlesen

Süd-Fujian Blaugrüner Tee

閩南 – 花與南洋 Mǐnnán – Blumen und das Südmeer I. Die andere Seite des Daiyun Südlich des Daiyun, in einer Hügellandschaft mit tieferen Böden, liegt der Kreis Anxi (安溪). Die Berge sind niedriger als im Norden — die höchsten Gipfel erreichen knapp tausenddreihundert Meter. Die Erde ist rötlich-braun, leicht sauer, von Hangterrassen durchzogen. Es regnet … Weiterlesen

Nord-Fujian Blaugrüner Tee

閩北 – 火與岩 Mǐnběi – Feuer und Felse I. Daiyun Das Daiyun-Gebirge liegt quer durch die Mitte der Provinz Fujian. Sein höchster Gipfel mißt 1856 Meter. Der Hauptkamm zieht sich auf rund dreihundert Kilometern von Nordosten nach Südwesten und trennt zwei Anbauregionen, die in der chinesischen Teekunde unter den Bezeichnungen Mǐnběi (闽北) und Mǐnnán (闽南) … Weiterlesen

Großer Gelber Tee

Huangdacha Blätter, die Salz wickeln; Stiele, die Boote tragen Nach Sommerbeginn Wer in Huòshān 霍山 die Teeernte von oben nach unten verfolgt, beginnt in den ersten warmen Tagen nach dem Frühlingsäquinoktium und endet erst nach Lìxià 立夏, dem Solarsegment, das den Sommerbeginn markiert. Vier Pflückphasen liegen zwischen diesen beiden Punkten. Vor Qīngmíng 清明 werden die … Weiterlesen